Gaza: die Fakten ·
Der 7. Oktober 2023 und was danach kam
Am 7. Oktober 2023 tötete ein von der Hamas angeführter Angriff in Israel etwa 1.200 Menschen und verschleppte 251 Geiseln. Israels darauf folgender Krieg gegen Gaza hat mehr als 73.800 Palästinenser getötet.
Der Angriff
Am 7. Oktober 2023 griffen von der Hamas angeführte Kämpfer Ortschaften und Militärposten im Süden Israels an. Etwa 1.200 Menschen wurden getötet, 251 als Geiseln nach Gaza verschleppt.
Der Kontext
Der Angriff kam nicht aus dem Nichts. Gaza stand seit 2007 unter israelischer Blockade, und die Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und in Ostjerusalem lebten seit 1967 unter israelischer Militärbesatzung. Die meisten Menschen in Gaza stammen von Flüchtlingen ab, die 1948 vertrieben wurden.
Was danach kam
Israels Antwort war ein Krieg gegen die gesamte Bevölkerung Gazas. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza waren bis September 2026 mehr als 73.800 Palästinenser getötet und 174.800 verletzt worden. Eine UN-Analyse verifizierter Todesfälle ergab, dass fast 70 Prozent Frauen und Kinder waren. Selbst nach der Waffenruhe vom Oktober 2025 stieg die Zahl weiter.
Das bisherige Urteil
Der Internationale Gerichtshof ordnete an, dass Israel Völkermordhandlungen verhindern muss. Der Internationale Strafgerichtshof erließ Haftbefehle gegen Israels Premierminister und den früheren Verteidigungsminister. Eine UN-Untersuchungskommission kam zu dem Schluss, dass Israel Völkermord begangen hat.
NAZA sehen
„Naza“ ist israelischer Militärjargon für Kollateralschaden: die Zahl der Zivilisten, die ein Offizier bei einem Angriff töten darf. In dieser Dokumentation erklären 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten, viele aus den angesehensten Einheiten der Armee, wie diese Zahl in Gaza festgelegt, genehmigt und überschritten wurde. Ihre Gesichter und Stimmen sind verfremdet.
Jetzt im Kino und nach der Kinoauswertung weltweit kostenlos auf theguardian.com.